Supervision für Pflegeeltern
Pflegeeltern übernehmen eine anspruchsvolle Aufgabe, die im Alltag immer wieder an persönliche und familiäre Grenzen führen kann. In der Supervision erhalten Pflegeeltern einen geschützten Rahmen, um belastende Situationen zu reflektieren, neue Perspektiven zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Themen können zum Beispiel schwierige oder traumabedingte Verhaltensweisen von Pflegekindern, Konflikte im Familienalltag, Überforderung und Erschöpfung oder der Umgang mit der Herkunftsfamilie sein.
In einer kleinen Gruppe von meist fünf bis sechs Pflegeeltern werden konkrete Situationen aus dem Alltag gemeinsam betrachtet. Dabei geht es nicht darum, schnelle Patentlösungen zu finden, sondern Zusammenhänge besser zu verstehen, eigene Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und wieder mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu gewinnen.
Aus systemischer Sicht wird dabei nicht nur das Verhalten des Pflegekindes betrachtet, sondern auch das Zusammenspiel von Beziehungen, Rollen, bisherigen Erfahrungen und vorhandenen Ressourcen im gesamten familiären System.
Die Supervision kann durch Jugendämter oder freie Träger beauftragt und regelmäßig durchgeführt werden.


